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Heiraten, Hitze und ganz viel Heavy Metal

Veröffentlicht am | Von Merlin Schönfisch
Vision of Atlantis auf dem Rockharz 2025. Alle Fotos: Merlin Schönfisch

Rund 25.000 Musikfans strömten vom 2. bis 5. Juli auf den Flugplatz Ballenstedt zum Rockharz 2025. Vier Tage lang bot das traditionsreiche Metal-Open-Air ein abwechslungsreiches Programm mit über 50 Bands, starker Stimmung – und einigen besonderen Premieren.

Der Auftakt am Mittwoch wurde von brütender Sommerhitze mit beinahe 40 Grad geprägt. Staubwolken legten sich über das Gelände, doch die Fans blieben gut gelaunt. Abkühlung wurde durch die Security geboten, die unermüdlich immer wieder bei den Konzerten mit Feuerwehrschläuchen Wasser in Menge vernebelte, um die erhitzten Gäste abzukühlen.

Erstmals war das Rockharz in diesem Jahr offiziell als Außenstelle des Standesamtes Ballenstedt anerkannt. Acht Paare nutzten die Gelegenheit, sich auf dem Festivalgelände das Ja-Wort zu geben – stilecht inmitten von Bierbänken, Bandshirts und Musik. Die erste Trauung feierten Andreas und Katharina, die sich vor vielen Jahren auch auf dem Rockharz nähergekommen waren.

HOCHZEIT ROCKHARZ2025 MerlinSchoenfisch 8673

Für Aufsehen sorgte auch eine Festivalbesucherin der besonderen Art: Die 96-jährige „Rock-Oma“ Edelgard feierte wie auch in den vergangenen Jahren in den vordersten Reihen mit und wurde schnell zum Publikumsliebling.

OMAEDELGARD ROCKHARZ2025 MerlinSchoenfisch 9793

Auch in diesem Jahr setzte das Rockharz ein deutliches Zeichen für Inklusion. Das eigens eingerichtete Inklusionscamp bot Gästen mit Behinderung eine barrierefreie Infrastruktur mit rollstuhlgerechten Wegen. Wie auch schon in den vergangenen Jahren gab es natürlich auch erneut die erhöhte Rollstuhlbühne mit freiem Blick auf beide Hauptbühnen.

Ein weiteres positives Beispiel für gelebte Solidarität war die auch fest zum Festival gehörende Pfandspendenaktion „Glück in Dosen“. Freiwillige sammelten leere Pfanddosen ein, der Erlös kommt wie in den Vorjahren sozialen Kinder- und Jugendprojekten zugute.

Trotz Partynächten und langen Konzerttagen traf sich auch in diesem Jahr wieder die Laufgruppe „Rockharz Runners“. Dutzende Festivalgäste schnürten morgens die Laufschuhe, um gemeinsam Kilometer zu sammeln.

Musikalisch bot das Festival einmal mehr ein breites Spektrum von Melodic Death Metal bis Mittelalter-Rock. Zu den Highlights zählten Auftritte von Powerwolf, Cradle of Filth, King Diamond und Heaven Shall Burn. Letztere traten mit Ersatzsängerin Britta Görtz auf – der reguläre Sänger Marcus Bischoff musste krankheitsbedingt weiter pausieren. Britta überzeugte wie auch schon bei vergangenen Shows mit einer kraftvollen Performance.

CROWDSURFER ROCKHARZ2025 MerlinSchoenfisch 9285

Für einen spektakulären Abschluss sorgten am Samstagabend ASP und In Extremo. Mit aufwendiger Lichtshow, geballter Pyrotechnik und natürlich auch musikalisch mit dem Besten aus den vergangenen Jahrzehnten.

Die Vorbereitungen für 2026 laufen bereits – mit großer Vorfreude auf ein Wiedersehen im Schatten der Teufelsmauer.

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Stichworte zu diesem Beitrag: Hochzeit, Festival, Rockharz, Inklusion, Oma Edelgard

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