Der Solarpark an der A36 bei Schladen soll im November ans Netz gehen. Bald können sich Bürgerinnen und Bürger finanziell an der 18 Hektar großen Anlage beteiligen. Die Finanzaufsicht BaFin hat das dafür nötige Informationsblatt gebilligt. Menschen aus vier Orten haben Vorrang.
Die Betreibergesellschaft SESP Photovoltaik Schladen GmbH & Co. KG stellte am Montag, 5. Oktober, bei einem Vor-Ort-Termin den Zeitplan vor. Die grundlegenden Infrastrukturarbeiten an der Autobahn seien weitgehend abgeschlossen. Der Netzanschluss sei für November geplant.
Projektentwickler ist die EBERT Solar GmbH aus der EBERT Erneuerbare Energien Unternehmensgruppe. Deren Geschäftsführer Tim Ebert berichtet, die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) habe das gesetzlich vorgeschriebene Vermögensanlagen-Informationsblatt am 1. Oktober gebilligt. Damit sei der Weg frei, den Menschen in der Region eine finanzielle Beteiligung anzubieten.
„Die technische Entstehung des Parks ist das Fundament, aber die Akzeptanz und die echte Teilhabe der Menschen vor Ort ist der eigentliche Erfolg des Projekts“, erklärt SESP-Geschäftsführer Michael von Loh.
Strom für das Rechenzentrum in Beuchte
Der Solarpark soll laut SESP auch das geplante 200-Megawatt-Rechenzentrum in Beuchte mit Strom versorgen. Dazu sollen Direktleitungen die Photovoltaikanlage und den benachbarten Bürgerwindpark Beuchte mit dem Rechenzentrum verbinden. In der Gemeinde entstehe so ein Energiecluster. „Wir schaffen es dadurch, die lokale Erzeugung und den Verbrauch von Strom aus erneuerbaren Energien perfekt miteinander zu synchronisieren“, sagt von Loh.
Rückhalt aus der Kommunalpolitik
„Ein solches Projekt gewinnt an Stärke, wenn es transparent kommuniziert wird“, sagt Martin Schulze, Bürgermeister der Gemeinde Schladen-Werla. Schladens Ortsbürgermeister Michael Hausmann hält die Bürgerbeteiligung für den richtigen Ansatz: „Wenn die Wertschöpfung in der Region bleibt, profitiert die gesamte Gemeinschaft.“
Vorrang für vier Orte
Faltblätter in den Briefkästen und eine Zeitungsanzeige sollen über das Angebot informieren. Wer in Beuchte, Isingerode, Schladen oder Wehre wohnt, darf sich vier Wochen lang als Erstes beteiligen. Sind danach noch Kontingente frei, steht das Angebot auch Interessierten von außerhalb offen.
Die Vermögensanlage im Überblick:
- Anlageform: Qualifiziertes Nachrangdarlehen
- Verzinsung: 5,5 % p.a.
- Laufzeit: 10 Jahre
- Mindestzeichnung: 250 €
- Höchstzeichnung: 25.000 €
Gezeichnet wird ausschließlich online über die Plattform der DKB Crowdfunding GmbH. Laut gesetzlichem Pflichthinweis ist der Erwerb der Vermögensanlage mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen. Das Informationsblatt und weitere Informationen gibt es unter www.dkb-crowdfunding.de/solarparkschladen.
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