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Trecker erzählen Geschichten

Veröffentlicht am | Von Redaktion
Bernd Downar zeigt im Heimatmuseum seine Landmaschinen-Sammlung. Foto: Veranstalter

Ein Sammler, hundert Jahre Landtechnik und ein Publikum, das jede Schraube kannte – Bernd Downars Modelltrecker begeisterten beim Sektempfang im Heimathaus. Mehr als 80 Besucher waren dabei und wollten die Modelle sehen.

Der Sammler war von dem großen Interesse an seinem Hobby überrascht und nahm sich viel Zeit, um die Modelle den Gästen des Heimathauses Alte Mühle in Schladen zu erklären. Seine Sammelleidenschaft begann früh: Mit sechs Jahren bekam Downar seinen ersten Trecker – ein Modell, das in der Schau natürlich nicht fehlen darf. Schon zwei Jahre später, im zarten Alter von acht, packte ihn die Sammelleidenschaft endgültig. 1979 machte er daraus einen Beruf und lernte Maschinenschlosser bei der Firma Gebrüder Welger in Wolfenbüttel.

Über die Jahre wuchs daraus eine gewaltige Sammlung mit Modellen von Siku, Erl, Elite, Toys, Britains und John Deere – darunter auch der „Waterloo Boy“. Das war 1917 der neueste Schrei der Landtechnik und Vorläufer der späteren John-Deere-Traktoren, die die Firma nach der Übernahme der Waterloo Gasoline Engine Company 1918 baute. Manche Modelle hat Downar als besondere Wertanlage bis heute nicht aus ihren Originalkartons ausgepackt. Bis 2023 sammelte er regelmäßig die neuesten Erscheinungen, sodass sich die technische Entwicklung der vergangenen hundert Jahre lückenlos nachvollziehen lässt.

Begeistert zeigten sich die Gäste von den detailreichen Modellen und fachsimpelten über Maschinen von Fendt, Claas, Bergmann und Welger. Immer wieder gefragt war der Trecker mit den Radkappen von Eintracht Braunschweig, den Downar mehrfach vorzeigen musste. Downars Sammlung zeigt eine breite Palette an Anbaugeräten – Pflüge, Grubber, Frontringelwalzen, Saatmaschinen und Mähwerke, Heuwender und Strohpressen, dazu Kartoffelroder, Dünger- oder Miststreuer und Spritzen. Besonders bewunderten die Gäste die winterlich gerüsteten Modelle mit Schneeketten, Schneepflug, Splittstreuer oder Schneefräse. Einige jüngere Besucher erkannten so manche Maschine vom elterlichen Hof wieder. Nach dem Rundgang blieben viele Gäste noch am Kaffeetisch sitzen.

Die Sonderausstellung ist noch an drei Terminen zu sehen: am 6. September, 4. Oktober und 1. November, jeweils von 14 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei, Sonderführungen sind auf Anfrage möglich. Informationen gibt es unter 05335 5861, per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder unter www.heimathaus-schladen.de.

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Stichworte zu diesem Beitrag: Schladen, Heimathaus alte Mühle, Landtechnik

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