Viel Herz und harte Riffs

Ende August eines Jahres pilgern inzwischen tausende Besucher auf einen Acker bei Schöppenstedt, um das Ackerfest zu zelebrieren. Ehrenamtlich organisiert lockte es in diesem Jahr erneut mit einem bunten Lineup vom lokalen Newcomer bis zum internationalen Headliner.
Below Zero aus Bremen sind eine echte Anseh- und Hörempfehlung.Festivalopener Below Zero aus Bremen ist Gewinner des Bundesfinales des Local-Heroes-Bandcontest. Auf der Ackerfest-Bühne zeigten sie, warum: Mit großer Spielfreude und viel Energie zimmerten sie ein mehr als ordentliches Set auf die Bühne, das Lust macht auf mehr. Es folgten unter anderem Final Impact, Stereo Start, die Braunschweiger Traditionsband Cobra Gang, Small State aus dem Südwesten sowie die norddeutsche Metalcore-Band Maelføy. Für Partystimmung am Abend sorgten Callejon und die Punk-&-Roll-Combo Massendefekt. Ein Wort zu Stereo Start. Der Sound der Braunschweiger Band erinnert an Deutschpop/-rock im Übergang von den 80er zu den 90er Jahren. Das gefällt.
Audio Start erinnern an die 80er und 90er Jahre. Das macht Spaß!Gut besucht war der Familiennachmittag am Samstag. Vor den Konzerten tobten zahlreiche Kinder über das Gelände und nutzten die angebotenen Spielmöglichkeiten. Am Nachmittag eröffneten die Lübeckerinnen von Quiet Girl mit einem energiegeladenen Mix aus Alternative, Hardcore Punk und Post-Grunge den zweiten Festivaltag. Nach einem kurzfristigen krankheitsbedingten Bandausfall sprangen 50 Prozent von Monsters of Liedermaching ein. Danach sorgten The Pinpricks aus Kiel und Rambo Ramon für Bewegung vor der Bühne. Letztere ließen während ihres Auftritts eine muntere Polonaise durch das Infield tanzen und animierten das Publikum zu einem waschechten Tauziehen vor der Bühne.
Rambo Ramon. Das bedeutet viel Spaß auf und vor der Bühne.Mandel-Kokain-Schnaps brannten ein gewohnt schrilles Feuerwerk mit klaren Botschaften ab. Euer Körper gehört euch, „nein“ heißt nein. Obligatorisch ist das Crowdsurfing der beiden Gitarristen, die sich schließlich in große durchsichtige Plastikbälle zwängten und zurück zur Bühne rollten und hüpften. Pünktlich zum Konzertende stieg dann auch ein richtiges Feuerwerk, bevor „Drei Meter Feldweg“ und schließlich Headliner Ignite aus Südkalifornien übernahmen. Der Kontakt zum ersten internationalen Headliner des Festivals war durch Markus Fintze über Instagram zustande gekommen. So einfach kann es manchmal gehen.
Das Festival wurde ausgelassen gefeiert.Die Bilanz zum Ackerfest fiel denn auch positiv aus. „250 ehrenamtliche Helfer haben mit angepackt. Das macht mich unglaublich stolz“, sagte er während einer Ansage. Die Helfer waren in der Auf- und Abbauwoche im Einsatz sowie am Festivalwochenende selbst. Rund 5000 Besucher kamen zum Ackerfest, etwa 2400 pro Tag. 750 von ihnen übernachteten auf dem festivaleigenen Campingground.
Das war das Ackerfest: Blubbels, gute Musik und jede Menge großartige PartylauneDie Planungen für 2027 laufen. Auf www.ackerfest.com gibt es in Kürze die ersten Early-Bird-Tickets für das nächste Festival. Adam Angst, Elfmorgen und Butterwegge stehen bereits als Bands fest. Alle Bilder zum Festival findet ihr auf unserer Facebook-Seite.
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