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Laut & Bunt: 600 Gäste feiern in Inges Garten

Veröffentlicht am | Von Redaktion
ZSK rockte als Headliner die Rohrsheimer Gartenbühne. Foto: Kerstin Kühne

„Ich will einen Sommer ohne Nazis“, singen ZSK in Inges Garten im kleinen Dorf Rohrsheim bei Osterwieck – und das Publikum singt ganz laut mit. Rund 600 Besucherinnen und Besucher sind gekommen, so viele wie noch nie: 450 Tickets wurden verkauft, weitere 150 Menschen aus Rohrsheim sind gekommen, um gemeinsam zu singen, zu tanzen und den Sommer zu feiern.

Kaum ein Festival zeigt besser, dass Punk und Dorfleben besser zusammenpassen, als man so denken mag. Für alle Anwohner*innen vor Ort ist der Eintritt frei. "Ohne die Unterstützung aus dem Dorf ist unser Festival nicht denkbar", berichtet Vereinsvorsitzender Christian "Orbi" Borger.

Helferinnen und Helfer haben eine Woche lang das Festival aufgebaut und durften sich im Freibad abkühlen. Im Schützenhaus haben die Bands übernachtet, die Freiwillige Feuerwehr hat Zelte und Garnituren zur Verfügung gestellt. Beim Rock im Garten geht es um mehr, als „nur“ den Festivaltag: Wir wollen Zusammenhalt fördern und Subkultur in den ländlichen Raum bringen. Als alle laut „Ich will einen Sommer ohne Nazis“ mitsingen, wird klar: in diesem Jahr haben wir das geschafft!

ButterweggeDen ganzen Tag tummelten sich Musikbegeisterte in Inges Garten, hier zur Musik von Butterwegge. Foto: Julia Wendler

Wir haben nicht nur deutschlandweit bekannten (Punk-)Bands wie ZSK, Alarmsignal, Fahnenflucht, Butterwege und Bloodsucking Zombies from Outer Space eine Bühne geboten, sondern auch kleineren mit regionalen Wurzeln: Lunte (Goslar/Essen), Here I Vanish (Ilsenburg), Die Letzte Band der Welt (Wernigerode) und Broken City Acoustics Crew aus dem Oberharz etwa. Außerdem dabei: Hagen02 und Oka Over.

Mitgesungen und gefeiert wurde bei allen – den unbekannteren ebenso wie bei den „großen“ Bands. Denn unser Festival feiert soziale und musikalische Vielfalt: Wir bringen Menschen und Künstler mit den unterschiedlichsten Hintergründen zusammen. Die Festival-Crew arbeitet auf dieses Ziel rein ehrenamtlich hin: von der Planung über den Aufbau, Catering, Stage-Management, Security bis hin zum Familienangebot mit Kinderschminken, Bällebad und einer Hüpfburg. Der Zora e.V. aus Halberstadt hat zudem Siebdruck für die Kinder angeboten und bei den Omas gegen Rechts gab es frische Getränke, Popcorn und Waffeln.

PublikumIm Garten wurde leidenschaftlich mitgesungen und getanzt. Foto: Kerstin Kühne

Wir sind froh und stolz, dass das Rock im Garten 2025 so toll gelaufen ist! Für 2026 sind noch keine Bands bekannt gegeben, aber das Publikum ist so begeistert und hat vor Ort bereits 120 Karten gekauft. Wir freuen uns auf das nächste Jahr und hoffen, dass die Rock-im-Garten-Familie weiteren Zuwachs bekommt. Neue Helferinnen und Helfer sind im Verein willkommen.

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